Schlauch flicken bei Panne

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DenisS
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Schlauch flicken bei Panne

Beitrag von DenisS »

Hallo zusammen,

die Frage dient nur der Neugier, aber wer weiß, vllt passiert es mal.
Kann man den Schlauch seitlich zw. Felge und Reifen durch fädeln, wenn der Reifen locker auf der Felge sitzt und etwas gestaucht wird, damit man diesen flicken kann?
Geht das?

Ich hatte bisher nie ein Motorrad mit Schlauch. Das Thema ist neu für mich. :) ich kenn es nur beim Fahrrad, wo das eigentlich kein Problem ist.
Danke schon mal...
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Nichtraucher
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Re: Schlauch flicken bei Panne

Beitrag von Nichtraucher »

Hi,

*je jünger das Motorrad und umso moderner der Reifen, desto schwieriger wird es.
(Werkzeug zum Radausbau, zwei ordentliche Montierhebel und Flickzeug muss vorhanden sein)

Zunächst ist das das Problem die Felge nicht zu beschädigen, Montier Hebel machen unschöne Macken in das Aluminium, da kann man noch so sehr aufpassen.
Ist der Reifen dann gelöst tut sich, mit viel drücken und zerren, ein enger Spalt auf durch den man den Schlauch mit den Fingern rausfummeln muss.
Der Reifen muss meiner Erfahrung nach nach außen über den Felgenrand, ihn nach innen zu drücken ist in der Regel sinnlos, da passt kein Schlauch durch.

Dann muss man das Loch im Schlauch und den Fremdkörper der es verursacht hat und möglicherweise noch im Reifen steckt, finden und entfernen.

Dann Flicken drauf, so man denn Flickzeug dabei hat und das Ding wieder rein fummeln, dabei drauf achten den Schlauch nicht zu beschädigen.

Mit dem Flicken zu fahren habe, oder hatte ich nie kein Problem auch wenn die auf Sicherheit bedachten Kradler hier die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Gut gemacht hält es, wobei ich nicht von über 100PS starken Motorrädern und Geschwindigkeiten jenseits 180 rede.

Ich habe früher, außer bei großen Motorrädern mit großen und zähen Reifen, ZZR, FJ, FL, CBX und was ich da so hatte, nicht geflickt, auch keine Reifen selbst getauscht, nur bei meinen alten Karren mit 3,25x19 und 4.00x18 habe ich bis vor wenigen Jahren noch selbst Hand angelegt weil die Reifen im Internet günstiger sind. Inzwischen mache ich es noch maximal bei meiner MZ mit den "Fahrradreifen".
Die Räder der XF habe ich nur ausgebaut und dann ab zum Reifenluden.

Aber unterwegs auch bei der nicht mehr, ich würde den ADAC oder meine Frau anrufen und die Kiste dann mim Anhänger heim holen.

Ja, man kann flicken, doch siehe * und für die 15€ die der Fachmann nimmt, nö.

Als ich den linken Reifen runter hatte, habe ich den Entschluss gefasst, "Das war das letzte Mal dass ich es selbst mache".
Ist übrigens beides die gleiche Größe, 4.00 18 auch wenn der linke Reifen einiges breiter ist.
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Gruß
Willy
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brummil
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Re: Schlauch flicken bei Panne

Beitrag von brummil »

Nichtraucher hat geschrieben: 1. Apr 2026, 08:26 Hi,

*je jünger das Motorrad und umso moderner der Reifen, desto schwieriger wird es.
(Werkzeug zum Radausbau, zwei ordentliche Montierhebel und Flickzeug muss vorhanden sein)

Zunächst ist das das Problem die Felge nicht zu beschädigen, Montier Hebel machen unschöne Macken in das Aluminium, da kann man noch so sehr aufpassen.
Ist der Reifen dann gelöst tut sich, mit viel drücken und zerren, ein enger Spalt auf durch den man den Schlauch mit den Fingern rausfummeln muss.
Der Reifen muss meiner Erfahrung nach nach außen über den Felgenrand, ihn nach innen zu drücken ist in der Regel sinnlos, da passt kein Schlauch durch.



Gruß
Willy
Ja.
Da hab ich auch Horror vor. Man stelle sich vor..................Tunesien Wüste. Nächstes(menschliche Lebewesen) 100km entfernt. Reifenschaden!
Hab ich selbst auch noch nie gehabt. Aber rein Theoretisch................Fahrradreifen.
Um den Reifen von der Wulst zu drücken......................... den Seitenständer nehmen. Ansonsten wirst du wahnsinnig!

Das man einen Moppedreifen nicht flicken sollte.................Paulanergarten. Dicht ist dicht und bleibt es auch.
Trick der Teileindustrie um Schläuche zu verkaufen!
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Nichtraucher
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Re: Schlauch flicken bei Panne

Beitrag von Nichtraucher »

Wenn ich durch die Tunesien Wüste fahren kann, dann sollte auch gelingen einen Schlauch zu flicken, warm isses da ja auch, der Reifen sollte gut runter gehen.
Aber Sand, kein fester Untergrund, ein Rad ausbauen? :lol: eher anspruchsvoll.
Dann ohne Sand im Gebälk alles wieder zusammen setzen? Hätte ich selbst vor 50 Jahren nicht haben müssen.



Gruß
Willy
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flydown
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Re: Schlauch flicken bei Panne

Beitrag von flydown »

In der Wüste würde ich als erstes son Reifendichtzeug versuchen.
Viele Grüße
Uwe

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Frank XF
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Re: Schlauch flicken bei Panne

Beitrag von Frank XF »

Nein, kein Reifendichtzeug.
Vor der Fernreise früh genug - ca. 2Jahre vorher anfangen zu üben.
Rad ausbauen Reifen in´s Tiefbett bringen z.b. mittels Hauptständer eines Kollegen der mit unterwegs ist. Schlauch raus, flicken und wieder rein. Alternativ neuer Schlauch den man dabei hat.
Das ist seh kräftezehrend und es ist gut das vorher mal zu üben. Je wärmer die Außentemperatur desto einfacher geht es. Bei kalten Temperaturen krieg ich das kräftemäßig mittlerweile nicht mehr hin.
Wenn es dann geklappt hat und der Schlauch gut geflickt wurde kannst du damit problemlos weiterfahren auch tausende von Kilometern. Kein Unterschied zu einem neuen Schlauch.

Gruß: Frank
loop
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Re: Schlauch flicken bei Panne

Beitrag von loop »

DenisS hat geschrieben: 1. Apr 2026, 06:32Hallo zusammen,

die Frage dient nur der Neugier, aber wer weiß, vllt passiert es mal.
Kann man den Schlauch seitlich zw. Felge und Reifen durch fädeln, wenn der Reifen locker auf der Felge sitzt und etwas gestaucht wird, damit man diesen flicken kann?
Geht das? Nein, das geht definitiv nicht. Der Reifen muss auf einer Seite über die Felge.

Ich hatte bisher nie ein Motorrad mit Schlauch. Das Thema ist neu für mich. :) ich kenn es nur beim Fahrrad, wo das eigentlich kein Problem ist.
Danke schon mal...
lg
tom
brummil
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Re: Schlauch flicken bei Panne

Beitrag von brummil »

Nichtraucher hat geschrieben: 1. Apr 2026, 16:04 Aber Sand, kein fester Untergrund, ein Rad ausbauen? :lol: eher anspruchsvoll.
Dann ohne Sand im Gebälk alles wieder zusammen setzen? Hätte ich selbst vor 50 Jahren nicht haben müssen.



Gruß
Willy
Rein theoretisch schon.
Aber es gibt nicht nur Sandwüsten. In den Dünen ist ein Reifenschaden eher unwahrscheinlich, da Sand. Du heizt ja schließlich nicht wie ein geisteskranker bei der Dakar durchs Gelände. Von daher kann man im Vorfeld durch vorrausschauende Fahrweise einiges verhindern. Es sei denn, ihr habt den Luftdruck so weit gesenkt, das der Reifen auf der Felge rotiert.
Wenns Gelände zu suspect ist.......einfach umdrehen. Da ist falscher Stolz komplett unangebracht.

Die meisten Schäden entstehen in Gravel oder Felswüsten(scharfe Steine, Spurrillen, usw.). Da dürfte der Untergrund eher das kleinste Problem sein.

Man darf auch die Hilfe der "Wüstenfüchse" erwarten. In the middle of nowhere ist jeder dein Bruder, denn er weiß................Er könnte der nächste sein!
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Doringo
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Re: Schlauch flicken bei Panne

Beitrag von Doringo »

was macht Ihr denn in so einer Wüste oder einsamen Gegend 100 km entfernt von der Menschheit wenn man stürzt und sich die knochen bricht
da is ja der Reifenschaden noch das kleinere Übel
meine Motorräder
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Re: Schlauch flicken bei Panne

Beitrag von Therapeut »

Moin, der Tipp mit dem RECHTZEITIGEN ÜBEN ist auf jeden Fall zu empfehlen. Dabei dürfte man vermutlich feststellen, was individuell machbar ist. An die guten beschichteten Alufelgen wagte ich noch nicht , da gibt es leicht böse Macken. Die Reifenbuden sind letztlich nicht zu teuer. Mit den Plastikfelgenschonern, die immer mal wieder angeboten werden, kam ich nicht klar.
Meine Erfahrungen beziehen sich also auf die Arbeit an stabilen verchromte Stahlfelgen. Da zeigen sich dann enorme Unterschiede bei den Reifentypen und Fabrikanten.
Ältere Metzler waren z.B. steinhart und kaum zerstörungsfrei zu demontieren. Mit neuen Mitas war der Job kein Problem, gingen geradezu easy rauf und runter (sie fuhren sich bei mich am Gespann aber rascher ab, als andere...).
Mein Fazit: Was nicht daheim in der Garage klappt, das braucht man unterwegs nicht probieren.
Dann spart man sich ggf. auf gleich noch das Gewicht für die Montierehebel...
Selber habe ich nur noch im Beiwagen das entsprechende Werkzeug und Ersatzschläuche. (Da ist reichlich Platz und etwas mehr Gewicht im Boot ist eh vorteilhaft.)
Viel Vorfreude bei den Reisevorbereitungen. :-)
Gerd
brummil
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Re: Schlauch flicken bei Panne

Beitrag von brummil »

Doringo hat geschrieben: 2. Apr 2026, 13:49 was macht Ihr denn in so einer Wüste oder einsamen Gegend 100 km entfernt von der Menschheit wenn man stürzt und sich die knochen bricht
da is ja der Reifenschaden noch das kleinere Übel
Garmin SOS Sender.
GPS. Braucht kein I-net.

P.S. Da brauchtst auch keine Wüste für.
Reicht schon, wenn du dich auf dem TET in the middle of nowhere in Spanien oder Kroatien oder der Türkei im Funkloch lang machst. Wenn du solo unterwegs bist, sollte man drüber nachdenken.
Das Teil ist knapp halb so groß wie eine Zigarettenschachtel und hat meiner Lieblingslügnerin(Itchy Boots), in Afrika mal den Arsch gerettet, obwohl sie es selber schuld war und ihren Unfall selbst provoziert hatte!
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Re: Schlauch flicken bei Panne

Beitrag von Nichtraucher »

Bei schlauchlosen Reifen alles kein Problem auch wenn das Internet bei Motorrädern es als kurzzeitige Notlösung betrachtet. Auf dem Auto hat meine Frau geflickte Reifen, sie sammelt gern mal eine Spax auf, bis zum Profilende, 2mm, gefahren. Waren die ganze Zeit dicht.
Auf dem Krad würde ich, anders als bei einem geflickten Schlauch, beizeiten wechseln.

Gruß
Willy

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Re: Schlauch flicken bei Panne

Beitrag von flydown »

Ach Schraube im Motorradhinterrad hatte ich auch schon und nicht bemerkt. Bei einer HU wurde die dann gefunden.
Viele Grüße
Uwe

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