Vergaser, das leidige thema

Die Mutter dieses Forums.
Benutzeravatar
wbdz14
Spezialist
Spezialist
Beiträge: 2725
Registriert: 11. Apr 2007, 20:57
Wohnort: Kitzingen

Vergaser, das leidige thema

Beitragvon wbdz14 » 4. Nov 2017, 20:12

nachdem ich ja nach meinem Motorschaden auch die Düsennadeln-Nadeldüsen getauscht hatte, war mein Spritverbrauch zunächst lange Zeit bei etwas über 5 Litern, ist aber seit dem letzten Frühjahr wieder kontinuierlich angestiegen und hatte jetzt die 6 Liter wieder überschritten. Start war jetzt fast immer ohne Choke möglich. Außerdem verrußten die Kerzen und der Außlaß am Auspufftopf und seit ein paar Wochen fing Suzi an, unangenehm nach Abgas zu riechen.
Klar, sie lief jetzt wieder viel zu fett.
Hab mich dann entschieden, es mit einem neuwertig-gebrauchten Vergaser zu versuchen. Neue Düsen und Nadeln + neue Gummiteile (Dichtsätze, Membranen) waren zwar günstiger gekommen, aber halt wieder mit ungewissem Ergebnis. hab verschiedene Angebote im Netz angeschaut, und mich letztendlich für den etnschieden, der am besten aussah und am teuersten war. Richtige Entscheidung?
Hab ich heute also u.a. den neuen Vergaser montiert, war wirklich neuwertig. Keine vergraddelten Schrauben, alles geöffnet und inspiziert, bevor ich ihn einbaute. Als ich startete, ging das nur mit voll gezogenem Choke und ich mußte ihn ziemlich lang gezogen halten, damit sie im unteren Drehzahlbereich das Gas ordentlich annahm. Und ab 5000 U/min hat sie jetzt wieder das alte Feuer, das ich in letzter Zeit vermißt hatte.
Denke, das war die richtige Entscheidung, der alte hatte immerhin 271800 km seinen Dienst getan.
viewtopic.php?f=1&t=5485 Suzi Whongs Geschichte
Bild Tracy´s Geschichte

Benutzeravatar
Doringo
Spezialist
Spezialist
Beiträge: 618
Registriert: 17. Nov 2015, 18:00

Re: Vergaser, das leidige thema

Beitragvon Doringo » 4. Nov 2017, 21:41

bei mir ist das Phänomen das sie immer ohne Choke startet beim ersten Versuch
dann aber nach paar Sekunden aussgeht und dann nur mit Choke startet
also ob beim ersten Startversuch ohne Choke ein fetteres Restgemisch noch im Gaser is
wenn ich sie beim ersten Versuch mit halben Choke starte kommt sie aber auch sofort und bleibt dann auch an
meine Motorräder
Suzuki XF 650 Freewind
Suzuki GSF 1200 Pop

ruhri
Spezialist
Spezialist
Beiträge: 1114
Registriert: 28. Jun 2006, 22:01
Wohnort: Mülheim an der Ruhr

Re: Vergaser, das leidige thema

Beitragvon ruhri » 5. Nov 2017, 11:40

Hi,

d.h., in den Vergasern gibt es außer den Düsen+Nadeln und Membranen möglicherweise noch andere Teile (bzw. Stellen) an denen es Verschleiß gibt, der zu steigendem Verbrauch führt ?
Ich hoffe, dass sich meine FW über die Konsequenzen klar ist, wenn sich ihr Verbrauch (z.Zt. so 5,6 l, vor einigen tkm waren's nur 4,8 l :( )weiter erhöht :mrgreen: . Eine Vergaser-Renovierung mit unsicherem Erfolg möchte ich vermeiden.

Gruß
ruhri

John.R
Profi
Profi
Beiträge: 109
Registriert: 23. Jul 2016, 14:01

Re: Vergaser, das leidige thema

Beitragvon John.R » 5. Nov 2017, 16:05

also ein Verbrauch von 4,8 (was wenig ist) und ca. 5,4 ist doch Normal. Wenn alles andere stimmt, hängt es ja auch immer etwas von der Fahrweise ab, meine nimmt sich immer so 5-5,2l. Und ich fahre meistens ,,Zügig" :wink: wobei ich kaum BABs nutze

Benutzeravatar
Stoppelacker
ganz neu hier
ganz neu hier
Beiträge: 4
Registriert: 30. Aug 2017, 22:38
Wohnort: Worms

Re: Vergaser, das leidige thema

Beitragvon Stoppelacker » 5. Nov 2017, 18:58

Ich habe die gute Bastel-XF, die ich beim Kollegen Sonnenkopp erstanden habe :wink: , bei meinem lieben DR Big Spezi Stefan abgeworfen und ich bin sicher er wird demnächst auch eine HRT Vergaser Überholung für die Freewind anbieten...
Ich habe auf meinen 2 DR BIGs (1x Originaldoppelvergaser / 1x Flachschieberumbau) jeweils von ihm renovierte Vergaser, nach Angabe von Auspuff, Luftfilter, Nocke, etc... bekommen, die so unglaublich perfekt laufen, dass ich sicher nicht mehr selber zerlege, ultraschalle und zusammenbaue...
Die Tüte mit Altteilen, die man dazu zurück bekommt, zeigt schön auf, was man alles nicht ausgetauscht hätte, weil man meint man muss nicht - aber die Mopeten sind halt 10 Jahre plus alt und manches wird einfach nicht mehr sauber oder hat Verschleiß...
http://www.dr-big-shop.de/BIG_Vergaser_1204.html
Nur mal so, Gruß, André
...sonst fahr´ ich SR41...

Benutzeravatar
wbdz14
Spezialist
Spezialist
Beiträge: 2725
Registriert: 11. Apr 2007, 20:57
Wohnort: Kitzingen

Re: Vergaser, das leidige thema

Beitragvon wbdz14 » 5. Nov 2017, 19:17

schon klar, aber das war ja auch der grund, daß ich mich gegen eine Überholung entschieden habe. ich habe keinen offensichtlichen fehler gefunden. die nadeln haben fühlbar vielleicht etwas mehr spiel in den düsennadeln, die schwimmernadelventile sind dicht, die schieber haben deutlich mehr spiel und erzeugen auf über 2/3 Öffnung ein seltsames gerausch in den Membranen, aber alles nichts wirklich greifbares.
würde ich vergaser überholen, würd ich auch auf nummer sicher gehen und einfach alles an beweglichen teilen und Dichtungen rausschmeißen und erneuern, bloß kommt mir dann ein guter gebrauchter vergaser günstiger.
naja, und ich bin eher so gebaut, daß ich mir selber helfe, denn nur so lernt man was.
viewtopic.php?f=1&t=5485 Suzi Whongs Geschichte
Bild Tracy´s Geschichte

Benutzeravatar
Stoppelacker
ganz neu hier
ganz neu hier
Beiträge: 4
Registriert: 30. Aug 2017, 22:38
Wohnort: Worms

Re: Vergaser, das leidige thema

Beitragvon Stoppelacker » 5. Nov 2017, 19:34

Verstehe ich - habe ich auch lange so gehandhabt...
Aber ein gebraucht gekaufter Vergaser braucht ja auch eine Durchsicht, die dann gemacht werden muss - und für mich ist dann nicht sicher, was günstiger kommt und besser ist...
Gruß, André
...sonst fahr´ ich SR41...

Benutzeravatar
wbdz14
Spezialist
Spezialist
Beiträge: 2725
Registriert: 11. Apr 2007, 20:57
Wohnort: Kitzingen

Re: Vergaser, das leidige thema

Beitragvon wbdz14 » 7. Nov 2017, 07:59

die durchsicht hab ich natürlich gemacht.

so, sonst hat sie zwischen 73 und 78 tageskilometern den ersten balken der tankanzeige verloren, jetzt waren es 90 km. jetzt sollte sie also wieder so um die 5 liter liegen, was bei meiner fahrweise ein seht guter wert wäre.
viewtopic.php?f=1&t=5485 Suzi Whongs Geschichte
Bild Tracy´s Geschichte

Benutzeravatar
wbdz14
Spezialist
Spezialist
Beiträge: 2725
Registriert: 11. Apr 2007, 20:57
Wohnort: Kitzingen

Re: Vergaser, das leidige thema

Beitragvon wbdz14 » 19. Nov 2017, 13:46

so, 4,98 E5, 5,22 E10, 4,92 E5, das sind die ersten drei Betankungen seit dem vergaserwechsel. dafür, daß ich nur bei einstelligen Temperaturen, morgens auch nahe am Gefrierpunkt unterwegs war und auf geraden immer bis 130 beschleunige, bin ich mehr als zufrieden mit dem gebrauchten vergaser.
viewtopic.php?f=1&t=5485 Suzi Whongs Geschichte
Bild Tracy´s Geschichte

-Frank-
schaut sich noch um
schaut sich noch um
Beiträge: 16
Registriert: 26. Mär 2010, 20:45
Wohnort: Wuppertal

Re: Vergaser, das leidige thema

Beitragvon -Frank- » 20. Nov 2017, 17:31

217.000 km?

Respekt.

Ich habe schon Düsen aus Motorrädern mit weniger Laufleistung ausgebaut. Und da waren insbesondere die Hauptdüsen teilweise 2 Zehntel größer. Da wird aus einer 125er schon mal eine 145er Düse. Und schonmal auch mit ovalem Loch.

Beim ersten Mal habe ich noch gedacht dass da einer mit einer Ahle die Düse fürs Tuning aufgerieben hat.


Messe doch mal die Hauptdüsen nach.

Benutzeravatar
wbdz14
Spezialist
Spezialist
Beiträge: 2725
Registriert: 11. Apr 2007, 20:57
Wohnort: Kitzingen

Re: Vergaser, das leidige thema

Beitragvon wbdz14 » 29. Nov 2017, 20:10

hab ich kein Werkzeug für, aber ich bin auch so sehr zufrieden. außerdem hab ich jetzt noch einen reservevergaser, bei dem ich im Bedarfsfall zu die hauptdüsen erneuern muß.

tanken.JPG
tanken.JPG (18.04 KiB) 954 mal betrachtet
viewtopic.php?f=1&t=5485 Suzi Whongs Geschichte
Bild Tracy´s Geschichte

Benutzeravatar
wbdz14
Spezialist
Spezialist
Beiträge: 2725
Registriert: 11. Apr 2007, 20:57
Wohnort: Kitzingen

Re: Vergaser, das leidige thema

Beitragvon wbdz14 » 28. Dez 2017, 13:24

So, inzwischen bin ich rundum zufrieden. Trotz täglicher Kurzstrecke mit langem Chokeeinsatz, hat sich der Verbrauch auf unter knapp unter 5 Litern eingependelt, ein Balken reicht für ca. 100 km, und das Auspuffendstück ist nicht mehr verrußt.
spritverbrauch.JPG
spritverbrauch.JPG (18.69 KiB) 780 mal betrachtet

Bild20171228_124349 by Winfried Baier-v.Hunoltstein, auf Flickr
Bild20171228_124413 by Winfried Baier-v.Hunoltstein, auf Flickr
Bild20171227_135803 by Winfried Baier-v.Hunoltstein, auf Flickr
Bild20171227_135834 by Winfried Baier-v.Hunoltstein, auf Flickr
viewtopic.php?f=1&t=5485 Suzi Whongs Geschichte
Bild Tracy´s Geschichte


Zurück zu „Suzuki XF650 Freewind“